Entschädigung für Arbeitgebende: Wann und wie?

Seit 3. Februar 2022 wird keine Quarantäne mehr angeordnet. Laufende Quarantäne-Anordnungen sind ab diesem Tag aufgehoben. Corona-Entschädigungen gibt es deshalb längstens bis zum 2. Februar 2022.

Wer hat grundsätzlich keinen Anspruch auf Corona-Entschädigung?

  • Für Mitarbeitende, die krank­geschrieben waren, besteht kein Anspruch auf Corona-Entschädigung. Sie haben allen­falls Anspruch auf Lohn­fort­zahlung.
  • Für Mitarbeitende, die ohne behörd­liche Anordnung – also frei­willig – in Quarantäne gingen, besteht kein Anspruch auf Corona-Entschädigung.

 

Arbeitsunterbruch von Mitarbeitenden wegen Zugehörigkeit zur Gruppe besonders gefährdeter Personen

Arbeitgebende, deren Angestellte die Erwerbs­tätigkeit unter­brechen mussten, weil sie zu den besonders gefährdeten Personen gehören und nicht zu Hause arbeiten konnten, können Corona-Entschädigung beantragen, wenn sie Lohnfortzahlung geleistet haben. Als besonders gefährdet gelten ab Antrags­monat Juli 2021 Schwangere und Personen mit einer der folgenden Vor­erkrankungen, die sich aus medizinischen Gründen nicht gegen Covid-19 impfen lassen können:

  • Bluthochdruck
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Diabetes
  • Lungen- und Atemwegserkrankungen
  • Erkrankungen/Therapien, die das Immun­system schwächen
  • Krebs
  • Adipositas
  • Niereninsuffizienz
  • Leberzirrhose

Der Anmeldung ist ein ärzt­liches Attest beizulegen über die Zugehörig­keit zur Gruppe der besonders gefährdeten Personen gemäss Anhang 7 der Covid-19-Verordnung 3.

Der Anspruch besteht ab dem 18. Januar 2021 bis längstens zum 31. März 2022. Er endet am Tag der voll­ständigen Impfung gegen Covid-19. Der Anspruch kann bis spätestens 30. Juni 2022 geltend gemacht werden.



Wie hoch ist die Entschädigung?
Sie beträgt 80 Prozent des durch­schnittlichen AHV-pflichtigen Brutto­einkommens vor Beginn des Anspruchs, höchstens CHF 196.00 pro Tag.

Pro Tag und Mitarbeiterin oder Mitarbeiter ist nur eine Entschädigung (1 Taggeld) möglich.

Wie komme ich zur Entschädigung?
Füllen Sie das Formular aus und schicken Sie es uns. Die Leistungen zahlen wir Ihnen monatlich rückwirkend aus. Wer einer anderen Ausgleichs­kasse angeschlossen ist, wendet sich an diese:

Kann ich die AHV-Rechnungen anpassen?
Melden Sie uns, wenn Sie weniger Löhne auszahlen bzw. ein tieferes Einkommen haben. Wir passen Ihre Akontozahlungen an. Verwenden Sie dazu das Formular «Änderung der Pauschallohnsumme während des Jahres».