Entschädigung für Angestellte: Wann und wie?

Arbeitnehmende haben in den beschriebenen Situationen Anspruch auf die Corona-Erwerbsausfallentschädigung.

Erwerbsausfall wegen angeordneter Quarantäne

Angestellte, die auf ärztliche oder behördliche Anordnung in Quarantäne gehen mussten, können Corona-Entschädigung beantragen. Der Anspruch endet mit Aufhebung der Quarantäne, spätestens wenn 7 Taggelder ausbezahlt sind. Ausnahme: Wer sich vor dem 8. Februar 2021 in Quarantäne begeben musste, hat Anspruch auf maximal 10 Taggelder.

Wer hat keinen Anspruch auf Corona-Entschädigung?

  • Wer krank­geschrieben war, hat keinen Anspruch auf Corona-Entschädigung. Allen­falls besteht Anspruch auf Lohn­fort­zahlung. Anspruch auf Corona-Entschädigung hat nur, wer auf­grund von Kontakt mit einer positiv getesteten oder mut­mass­lich infizierten Person auf behörd­liche oder ärzt­liche Anordnung in Quarantäne gehen musste.
  • Wer ohne ärzt­liche oder behörd­liche Anordnung – also frei­willig – in Quarantäne ging, hat keinen Anspruch auf Corona-Entschädigung. Auch dann nicht, wenn die SwissCovid-App einen Risiko­kontakt gemeldet hatte.
  • Wer in ein Risiko­gebiet gereist war und sich nach der Rück­kehr in die Schweiz in Quarantäne begeben musste, hat keinen Anspruch auf Corona-Entschädigung. Aus­nahme: Bei der Abreise stand das Gebiet noch nicht auf der Liste der Staaten und Gebiete mit erhöhtem Ansteckungs­risiko, und es war auch nicht offiziell angekündigt, dass es auf die Liste kommen würde. Das Bundes­amt für Gesund­heit passt die Liste laufend an.
  • Wer während der Quarantäne Anspruch hatte auf Leistungen einer anderen Sozial- oder Privat­versicherung oder weiter­hin den Lohn erhielt, hat keinen Anspruch auf Corona-Entschädigung.


Erwerbsausfall wegen Ausfall der Fremdbetreuung von Kindern

Angestellte, die die Erwerbs­tätigkeit unterbrechen mussten, weil die Fremd­betreuung ihrer Kinder nicht mehr gewähr­leistet war, können Corona-Entschädigung beantragen. Anspruch besteht für Kinder unter 12 Jahren (Ausnahme­regelung für ältere Kinder und Jugend­liche mit gesund­heitlicher Beeinträchtigung). Voraus­setzung ist eine behördlich angeordnete vorüber­gehende Betriebs­schliessung (Schule, Kinder­garten oder Sonder­einrichtung) oder eine ärzt­lich oder behörd­lich angeordnete Quarantäne der für die Betreuung vorgesehenen Person (z. B. Grosseltern).

Der Anspruch besteht bis zum 31. Dezember 2021.



Erwerbsausfall wegen Zugehörigkeit zur Gruppe besonders gefährdeter Personen

Angestellte, die die Erwerbs­­tätigkeit unter­­brechen mussten, weil sie zu den besonders gefährdeten Personen gehören und nicht von zu Hause aus arbeiten konnten, können Corona-Entschädigung beantragen. Als besonders gefährdet gelten ab Antrags­monat Juli 2021 Schwangere und Personen mit einer der folgenden Vor­erkrankungen, die sich aus medizinischen Gründen nicht gegen Covid-19 impfen lassen können:

  • Bluthochdruck
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Diabetes
  • Lungen- und Atemwegserkrankungen
  • Erkrankungen/Therapien, die das Immun­­system schwächen
  • Krebs
  • Adipositas
  • Niereninsuffizienz
  • Leberzirrhose

Der Anmeldung ist ein ärzt­liches Attest beizulegen über die Zugehörig­keit zur Gruppe der besonders gefährdeten Personen gemäss Anhang 7 der Covid-19-Verordnung 3.

Der Anspruch besteht ab dem 18. Januar 2021 bis längstens zum 31. Oktober 2021. Er endet am Tag der voll ständigen Impfung gegen Covid-19. Wer an Covid-19 erkrankt war, gilt ab dem 11. Tag nach der Bestätigung der Ansteckung sechs Monate lang nicht als besonders gefährdet und hat so lange keinen Anspruch auf die Entschädigung.



Wie hoch ist die Entschädigung?
Sie beträgt 80 Prozent Ihres durchschnittlichen AHV-pflichtigen Einkommens vor Beginn des Anspruchs, höchstens aber 196 Franken pro Tag.

Wie komme ich zur Entschädigung?
Füllen Sie das Formular aus und schicken Sie es uns. Die Leistungen zahlen wir Ihnen monatlich rückwirkend aus. Ist Ihre Arbeit­geberin oder Ihr Arbeit­geber einer anderen Ausgleichskasse angeschlossen, ist diese zuständig:

Aktuelles

Wir sind für Sie da -  telefonisch +41 41 560 47 00, per E-Mail oder vor Ort.

Für persönliche Beratungsgespräche vor Ort vereinbaren Sie bitte vorgängig einen Termin.

Möchten Sie Unterlagen vorbeibringen? Legen Sie diese in den Briefkasten der Ausgleichskasse oder IV-Stelle links von unserem Haupteingang.