Entschädigung für Selbständigerwerbende: Wann und wie?

Wann habe ich Anspruch auf eine Entschädigung?
Sie haben als Selbständigerwerbende/r Anspruch auf die Entschädigung, wenn Sie

  • Ihren Betrieb aufgrund kantonaler oder bundesrechtlicher Bestimmungen schliessen mussten und dadurch einen Erwerbsausfall erleiden;
  • die geplante Veranstaltung aufgrund des Verbots von Bund oder Kanton nicht durchführen können oder diese nicht bewilligt wurde.

Wann beginnt der Anspruch auf Entschädigung?
Der Anspruch beginnt am Tag, an dem alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind.

Wann endet der Anspruch auf Entschädigung?
Der Anspruch endet grundsätzlich, wenn die Massnahme aufgehoben wurde oder kein Erwerbsausfall mehr vorliegt.
Für Ansprüche infolge Veranstaltungsverbot besteht ein Anspruch nur für die Dauer der verbotenen oder nicht bewilligten Veranstaltung sowie für die Vorbereitungs- und Nachbearbeitungszeit.

Wie hoch ist die Entschädigung?
Sie beträgt 80 Prozent des AHV-pflichtigen Erwerbseinkommens, dem die Akontorechnungen 2019 zugrunde liegen, höchstens aber 196 Franken pro Tag.
Wurde bereits eine Entschädigung aufgrund der bis zum 16. September 2020 geltenden gesetzlichen Grundlagen bezogen, bleibt die Berechnungsgrundlage für eine Entschädigung ab dem 17. September 2020 die gleiche.

Gibt es die Entschädigung auf jeden Fall?
Wenn Sie bereits Leistungen aus einer anderen Sozial- oder Privatversicherung beziehen, haben Sie keinen Anspruch auf die Entschädigung.

Wie komme ich zur Entschädigung?
Füllen Sie das Formular aus und schicken Sie es uns als PDF-Datei per E-Mail.
Die Leistungen zahlen wir Ihnen monatlich rückwirkend aus.

Kann ich die AHV-Rechnungen anpassen?
Melden Sie uns, wenn Sie weniger Löhne auszahlen bzw. ein tieferes Einkommen haben. Wir passen Ihre Akontozahlungen an. Verwenden Sie dazu das Formular «Änderung der Pauschallohnsumme während des Jahres».

Corona-Entschädigungen

Neue Regelungen ab dem 17. September 2020

Der Bundes­rat hat die COVID-19-Verordnung Erwerbs­ausfall geändert und verlängert. Somit kann die Ent­schädigung in bestimmten Fällen ab dem 17. September 2020 weiter­hin ausbezahlt werden. Dazu ist eine neue Anmeldung erforder­lich. Weitere Informationen finden Sie hier.