Mutterschaftsentschädigung

Erwerbstätige Mütter können für die ersten 14 Wochen nach der Geburt des Kindes eine Mutterschaftsentschädigung erhalten. Dazu muss die Mutter in den neun Monaten vor der Geburt in der Schweiz bei der AHV/IV/EO versichert gewesen sein. Zudem muss sie innerhalb dieser neun Monate mindestens fünf Monate erwerbstätig gewesen sein. Zum Zeitpunkt der Geburt muss die Mutter in einem Arbeitsverhältnis stehen oder als Selbständigwerbende bei einer Ausgleichskasse angeschlossen sein. Nimmt die Mutter die Arbeit innerhalb der 14 Wochen nach der Geburt wieder auf, entfällt für die restliche Zeit der Anspruch auf die Entschädigung.


Anmeldung: Vorgehen
Mütter, die angestellt sind, füllen die Anmeldung aus und übermitteln sie an die Ausgleichs­kasse der Arbeit­geberin, des Arbeit­gebers. Darauf erhalten sie per E-Mail eine ID-Nummer. Die ID-Nummer geben sie weiter an die Arbeit­geberin, den Arbeit­geber. Sie oder er füllt das Anmeldeformular für Arbeitgebende aus und übermittelt es an die Ausgleichs­kasse.  

Ist die Mutter selbständig, sendet sie das ausgefüllte Formular ihrer Ausgleichs­kasse. Wenn die Mutter selbständig und gleichzeitig Arbeit­nehmerin ist, sendet sie die Anmeldung an die Ausgleichs­kasse, bei der sie als Selbständig­erwerbende angeschlossen ist.

Arbeitslose oder arbeits­unfähige Mütter füllen die Anmeldung aus und übermitteln sie an die Ausgleichs­kasse der letzten Arbeit­geberin, des letzten Arbeit­gebers. Darauf erhalten sie per E-Mail eine ID-Nummer. Diese brauchen die ehemaligen Arbeit­gebenden, um die Arbeitgeberbescheinigung ausfüllen zu können.

Die Anmeldung für eine Mutterschafts­entschädigung kann bis fünf Jahre nach der Geburt des Kindes eingereicht werden. Nach dieser Frist erlischt der Anspruch.     


Vaterschaftsentschädigung

Seit 1. Januar 2021 haben erwerbstätige Väter nach Geburt des Kindes Anspruch auf zwei Wochen Vaterschaftsurlaub. Väter können die 14 Taggelder innert sechs Monaten ab Geburt des Kindes beziehen, zusammenhängend oder tageweise. Als Entschädigung für den Verdienstausfall erhalten sie 80 Prozent des durchschnittlichen AHV-pflichtigen Erwerbseinkommens vor der Geburt, höchstens aber 196 Franken pro Tag. 

Anmeldung: Vorgehen
Väter, die angestellt sind, füllen die Anmeldung aus und übermitteln sie an die Ausgleichs­kasse der Arbeit­geberin, des Arbeit­gebers. Darauf erhalten sie per E-Mail eine ID-Nummer. Die ID-Nummer geben sie weiter an die Arbeit­geberin, den Arbeit­geber. Sie oder er füllt das Anmeldeformular für Arbeitgebende aus und übermittelt es an die Ausgleichs­kasse. Selbständig­erwerbende senden die Anmeldung ihrer Ausgleichs­kasse.

Arbeitslose oder arbeits­unfähige Väter füllen die Anmeldung aus und übermitteln sie an die Ausgleichskasse der letzten Arbeitgeberin, des letzten Arbeitgebers. Darauf erhalten sie per E-Mail eine ID-Nummer. Diese brauchen die ehemaligen Arbeitgebenden, um die Arbeitgeberbescheinigung ausfüllen zu können.  

Der Vaterschafts­urlaub ist zu beziehen innert sechs Monaten nach der Geburt des Kindes. Die Anmeldung zur Entschädigung ist möglich bis spätestens fünf Jahre nach Ende dieser sechsmonatigen Rahmen­frist. Danach erlischt der Anspruch auf Entschädigung.