Therese Dissler, Fachperson Berufliche Massnahmen/Renten bei der IV-Stelle Zug
Therese begleitet täglich Menschen in gesundheitlich und finanziell schwierigen Lebenslagen. Ihre Mission: Nicht nur über Renten entscheiden, sondern vor allem Perspektiven aufzeigen und Hoffnung schenken.
Der Schlüssel zu ihrer Resilienz in diesem anspruchsvollen Arbeitsalltag ist Yoga. Therese nutzt kurze Atemübungen direkt am Schreibtisch, um nach herausfordernden Telefonaten schnell wieder ihre innere Ruhe zu finden. Diese Achtsamkeit gibt sie auch weiter – sie leitet regelmässig Yoga-Stunden für die Mitarbeitenden.
Therese zeigt uns eindrücklich, wie bewusste Pausen und Struktur zu einer gesunden Work-Life-Balance führen. Ein echtes Vorbild für mehr Gelassenheit im Job!
Einen typischen Arbeitstag gibt es eigentlich kaum. Besonders schätze ich, dass kein Tag dem anderen gleicht. An manchen Tagen stehen Erstgespräche oder Sitzungen im Vordergrund. An anderen Tagen beschäftige ich mich hauptsächlich mit der Fallbearbeitung und damit verbundenen administrativen Aufgaben. Häufig müssen auch Renten-Entscheide getroffen und sorgfältig begründet werden. Gerade diese Vielfalt und Abwechslung machen meine Tätigkeit für mich besonders spannend.
Nach aussen hin werden wir oft vor allem an unseren Rentenentscheiden gemessen. Diese werden nicht selten durch Einwände hinterfragt oder beanstandet. Aus meiner Sicht besteht unsere wichtigste Aufgabe jedoch darin, die Kundinnen und Kunden kompetent zu beraten und ihre Fragen zu beantworten. Besonders wichtig ist es, sie in ihrer oftmals schwierigen persönlichen Situation abzuholen, ihre Anliegen ernst zu nehmen und sie verständlich durch den Prozess zu begleiten.
Es ist mir wichtig, Kundinnen und Kunden in herausfordernden Situationen zur Seite zu stehen und gemeinsam mit ihnen nach möglichen Lösungswegen und neuen Perspektiven zu suchen.
Am meisten freut es mich, wenn ich dazu beitragen kann, dass Kundinnen und Kunden trotz ihrer schwierigen Situation wieder etwas Hoffnung schöpfen und mit mehr Zuversicht in die Zukunft blicken.
Wir begegnen häufig sehr herausfordernden Situationen, die gesundheitliche, psychosoziale und finanzielle Belastungen miteinander verbinden. Dabei ist es nicht immer möglich, eine direkte Unterstützung zu leisten, insbesondere wenn keine IV-relevante Ursache vorliegt. Für die betroffenen Personen ist dies oft schwer nachvollziehbar und belastend. Solche Situationen sind für alle Beteiligten nicht einfach und erfordern viel Verständnis und Fingerspitzengefühl.
Reden hilft in vielen Situationen sehr. Im Team ist immer jemand da, der zuhört und Verständnis zeigt. Diese gegenseitige Unterstützung ist für mich sehr wertvoll. Auch auf die Unterstützung meiner Chefin kann ich jederzeit zählen, was mir im Arbeitsalltag Sicherheit und Rückhalt gibt.
Der Ausgleich zu meinem Arbeitsalltag ist mir sehr wichtig. Zeit in der Natur oder Yoga geben mir Ruhe, helfen mir abzuschalten und wieder bei mir selbst anzukommen. Dadurch kann ich neue Energie tanken und mit mehr Gelassenheit in den Alltag zurückkehren.
Zu Yoga fand ich durch einen ehemaligen Arbeitgeber. Im Rahmen der Gesundheitsförderung wurden Yogastunden über Mittag angeboten. Bereits nach den ersten Lektionen spürte ich, wie positiv sich Yoga auf meinen Körper, meinen Geist und meine Seele auswirkte.
Einige Jahre später, nachdem ich längere Zeit kein Yoga praktiziert hatte, wurde mir bewusst, wie sehr mir Yoga gefehlt hat. Schon bald kehrte ich wieder in Yogastunden zurück und merkte schnell, wie sehr ich erneut davon profitierte. Diese Erfahrung hat mich tief berührt und nur kurze Zeit später entschied ich mich, meine Yoga-Ausbildung zu beginnen.
Yoga ist für mich ein Anker und ein Weg, die Verbindung zu mir selbst immer wieder neu zu stärken. Es hilft mir, in meine innere Mitte zu finden, mich zu erden und bewusst im Moment anzukommen. Aus dieser Verbundenheit schöpfe ich Kraft, Vertrauen und Gelassenheit, sodass ich Herausforderungen, Stress und Druck mit mehr Ruhe und Klarheit begegnen kann.Yoga hilft mir dabei, mich selbst besser zu regulieren. Besonders nach herausfordernden Situationen, zum Beispiel einem schwierigen Telefonat, nehme ich mir oft einen kurzen Moment für eine Atemübung – manchmal reicht schon ein bewusstes Ein- und Ausatmen. So finde ich innerhalb weniger Minuten wieder zurück zu mir und in meine innere Ruhe.
Ich empfehle, sich bewusst Zeit für sich selbst zu nehmen – sei es mit Yoga, Bewegung oder kurzen Momenten der Achtsamkeit. Schon wenige Minuten bewusstes Atmen oder Innehalten können helfen, neue Energie zu tanken und gelassener durch den Alltag zu gehen.